Was erwartet die Generation Z vom zukünftigen Arbeitgeber?

Was erwartet die Generation Z vom zukünftigen Arbeitgeber?

29. November 2018 - Geschrieben von: Lena Flecke

Bereits in einem vorherigen Blog sind wir darauf eingegangen, wie man ein attraktiver Arbeitgeber für die Generationen Y und Z wird. In diesem Blog wollen wir eine Antwort auf die Frage geben, was die Generation Z (ab Geburtsjahr 1994) von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwartet. Hierzu haben wir Feyza gefragt, unsere 16-jährige Praktikantin, die in den Herbstferien für ein Praktikum bei uns war. Natürlich ist ihre Antwort nicht allgemeingültig für ihre Generation, aber dennoch sehr aufschlussreich.

Aus der Sicht einer Berufsschülerin

„In den letzten Jahren hat sich die Arbeitswelt sehr stark verändert. Ich denke, dass sie sich in den weiteren Jahren auch noch weiter verändern wird – im globalen und digitalen Sinne. Natürlich ändert sich auch die Mitarbeiterstruktur bei Arbeitgebern. Die Älteren gehen und die Jüngeren kommen. Das heißt für mich, dass die jüngeren Arbeitnehmer eventuell eine andere Persönlichkeit und andere Erwartungen haben, als die älteren Arbeitnehmer. Es könnte auch sein, dass die jüngeren Mitarbeiter von dem Chef ganz andere Erwartungen haben.

Ich selbst würde von meinem Arbeitgeber erwarten, dass ich auch die Möglichkeit habe, im Home-Office arbeiten zu können. Ganz wichtig finde ich, dass mein Arbeitgeber bei Problemen nett reagiert und mir vielleicht auch dabei hilft, eine Lösung zu finden.

Außerdem ist mir die Teamarbeit wichtig, denn falls ich Fragen habe oder Schwierigkeiten auftreten, kann ich jederzeit meine Teamkollegen fragen. Dazu gehört auch, dass man öfters mit dem Team zusammen was unternimmt, zum Beispiel zusammen Frühstücken gehen oder zusammen feiern. Dadurch wird man auch zu Freunden, bleibt nicht nur Arbeitskollegen und man kann auch in der Freizeit etwas zusammen unternehmen.

Außerdem finde ich es gut, wenn man jeden auf der Arbeit duzen darf. Meiner Meinung nach zeigt das, dass es keine Abgrenzung zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter gibt. Von meinem zukünftigen Arbeitgeber wünsche ich mir auch eine gute Arbeitsatmosphäre und flexible Arbeitszeiten. Mein Chef sollte mir die Chance geben können, eine Aufstiegsmöglichkeit zu haben.

Selbstverständlich muss ein Arbeitgeber nicht all diese Erwartungen erfüllen – das wäre sonst der Optimalfall. Aber für mich wäre wichtig, dass mein Chef meine Erwartungen grundsätzlich kennt und die Wichtigsten davon in Betracht zieht, oder zumindest darüber nachdenkt.“

Das sagt die Forschung über die Generation Z

Die Generation Z bezeichnet die Personen, die ab 1994 geboren worden sind. Diese Generation betritt langsam den Arbeitsmarkt, geht größtenteils jedoch noch zur Schule, und kennt ein Leben ohne schnelles Internet nicht mehr. Smartphones sind ständig in Benutzung und man ist in sozialen Netzwerken präsent. Die nach 1994 Geborenen sind stark durch die Globalisierung und die Allgegenwärtigkeit von Krisen beeinflusst.

Die Arbeitsplatzsuche findet – wie sollte es auch anders sein – online statt. Online Jobbörsen, Soziale Netzwerke und Arbeitgeberbewertungsportale werden genutzt, um sich über zukünftige Arbeitgeber und verfügbare Jobangebote zu informieren. Für die Generation Z dominiert das Privatleben klar; es gibt für sie keine starke Bindung an Unternehmen. Dennoch wird eine kollegiale Arbeitsatmosphäre geschätzt, in der der Wunsch nach Entwicklungs- und Selbstverwirklichungsmöglichkeiten gelebt werden kann. Die Generation Z strebt nach Sinnhaftigkeit und Spaß an der Arbeit. Finanzielle Anreize sind der Generation sehr wichtig.

Die Generation Z verfügt über eine hohe Technologieaffinität. Technologie gehört zum Leben dazu – sie ist in jeden Lebensbereich integriert und auch Bestandteil für Problemlösung. Online-Diskussionen und Youtube-Tutorials sind Teil des Alltags. Entsprechend wünscht sich diese Generation moderne Technik am Arbeitsplatz.

Die Generation Z als Arbeitgeber für sich gewinnen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man die jungen Leute mit Rücksicht auf die Work-Life-Balance, flexiblen Arbeitszeiten und einer leistungsgerechten Vergütung gewinnt. Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung sollten angeboten werden sowie wechselnde Herausforderungen und interessante Projekte, die den Arbeitsalltag spannend gestalten. Wie bereits gesagt sollte auch die Technik am Arbeitsplatz modern sein. Um den Ansprüchen der Generation Z, den Digital Natives gerecht zu werden, sollten Unternehmen sich vor allem „Digitalisierung“ auf die Agenda schreiben – und damit anfangen, Profile in Sozialen Netzwerken zu erstellen bzw. zu pflegen und Stellenanzeigen online in einem ansprechenden Format zu veröffentlichen.

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Kommentare

Lena Flecke

22. Oktober 2019 am 09:13

Hallo Marcel, danke für deinen Kommentar!
Du hast vollkommen Recht, die Generation Z wird einen Wandel vollziehen und die Generation A deiner Tochter sicherlich noch mehr. Wir sind gespannt, was sich noch alles ändern wird. Wer weiß, vielleicht können wir via Alexa in Zukunft unseren Kaffee bestellen…

Vielen Dank auch für deinen Lesetipp.

Herzliche Grüße aus Gronau!

Marcel

11. Oktober 2019 am 14:33

Die Generation Z wird nochmal einen weiteren Wandel in der Bürowelt vollziehen. Schon jetzt ist dieser ja voll im Gange und wenn ein Unternehmen nicht dafür sorgt dass sich die Mitarbeiter wohl fühlen, sind diese ganz schnell weg. Dafür ist das Angebot zu groß.
Und die Generation Z wird noch stärker darauf achten dass sie sich wohl fühlen und Arbeit und Privates perfekt unter einen Hut kriegen.

ich persönlich bin sogar noch gespannter auf die Generation A, denn dazu gehört dann auch meine Tochter die 2017 geboren ist und die jetzt mit Alexa und co. aufwächst…
Auch ganz Interessant zu dem Thema: Generation Z – die Neuen im Büro
https://inperspective.palmberg.de/generation-z-die-neuen-im-buero

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