NO GOs im Lebenslauf

NO GOs im Lebenslauf

28. März 2017 - Geschrieben von: Rita Sundag

75 %  der Personaler checken als Erstes den Lebenslauf, denn hier finden sich alle wesentlichen Fakten zum Bewerber. Wenn man dann noch bedenkt, dass sich ein Personaler weniger als 5 Minuten pro Bewerbung Zeit nimmt, wird einem schnell klar, wie überzeugend der Lebenslauf sein muss. Ihre Stärken müssen so knapp und übersichtlich wie möglich präsentiert werden und sollten eine maximale Länge von zwei Seiten nicht überschreiten. Strapazieren Sie die Augen des Personalers nicht unnötig und verwenden Sie mindestens eine Schriftgröße von 10 bis 12. Achtung, vermeiden Sie Rechtschreibfehler. Lieber einmal mehr kontrollieren oder Korrektur lesen lassen.

Trotz all dieser kleinen Tipps gibt es immer wieder Auffälligkeiten in Lebensläufen, die überhaupt nicht gehen. Innerhalb von Sekunden können Sie damit rausgekickt werden.

NO GO:  küken@freenet.de

Im privaten Bereich können niedliche oder provozierende E-Mail-Adressen ja ganz witzig sein und vielleicht sogar ein Ausdruck von Kreativität bedeuten. Im Lebenslauf jedoch ist es ein absolutes NO GO! Besser ist, sich eine seriöse und professionelle E-Mail-Adresse einzurichten, bestehend aus vorname.nachname@anbieter.de.

NO GO: Lebenslauf ohne Monatsangaben

Fehlende Monatsangaben geben dem Personaler Raum für Spekulationen. In der Praxis steht dahinter oft der Versuch, Lücken zu vertuschen. Geben Sie dem Personaler kein Futter für Spekulationen. Lücken kann man auch anders füllen oder im Nachhinein erklären. Und bedenken Sie, Lücken sind OK – Lügen nicht. Der Schuss geht meistens nach hinten los. Bleiben Sie ehrlich.

NO GO: Hobbys

Verzichten Sie auf Hobbys, die rein gar nichts mit dem Beruf oder der Stelle zu tun haben, auf die Sie sich bewerben. Der Personaler muss nichts von Ihrer Hühnerzucht oder Ihrem Interesse, am Wochenende „Low Carb“ zu kochen, wissen. Wenn Sie an dieser Stelle jedoch über berufsbezogene Interessen berichten, punkten Sie beim Personaler enorm. Übrigens runden Sie damit Ihr Profil ab und heben den roten Faden durch Ihre gesamte Vita wunderbar hervor.

NO GO: Geruch und Optik

Versetzen Sie sich mal in die Lage eines Personalers. Glauben Sie, dass Sie einen Lebenslauf, auf dem die Druckertinte verwischt ist, oder der Eselsohren und Fettflecken vorweist, in die engere Auswahl nehmen würden? Wohl kaum. Dieser Lebenslauf landet meistens direkt in die Rubrik „Absage“. Verzichten Sie ebenfalls auf gebrauchte Bewerbungsmappen, man sieht es ihnen an. Vermeiden Sie unter allen Umständen, dass Ihr Lebenslauf nach Zigarettenrauch riecht. Selbst einem Raucher ist es oft unerträglich, den Geruch von kaltem Rauch zu ertragen. Bedenken Sie bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen, dass der Zigarettengeruch die Angewohnheit hat, sehr lange in den Unterlagen haften zu bleiben.

NO GO: schlechte Struktur

Über die Struktur eines Lebenslaufes ist schon viel geschrieben worden – und genau diese ist, meiner Ansicht nach, die Königsdisziplin im Lebenslauf.

Durch die Fülle der Fakten ist es besonders wichtig, hier strukturiert vorzugehen. Bei einer schlechten Struktur schaltet der Personaler ab und legt den Lebenslauf, im schlimmsten Fall, zur Seite. Machen Sie es dem Personaler leicht, innerhalb kurzer Zeit Ihrer Vita zu folgen. Ihre Daten müssen sich wie ein roter Faden durch Ihren Lebenslauf ziehen. Vermeiden Sie in jedem Fall, in den Jahren hin und her zu springen. Schaffen Sie keinen Raum für Spekulationen. Es gibt nichts Schlimmeres, als dass der Personaler Ihren Lebenslauf nicht versteht, ihm Fragen aufgeworfen werden oder er womöglich nach Daten suchen muss. Als Standard hat sich der tabellarische Lebenslauf auch bis heute durchgesetzt.

Tipps für eine gute Struktur im Lebenslauf

1 Persönliche Daten

Hier gehören alle relevanten Daten hin, die der Personaler von Ihnen wissen muss. Das sind vor allem: Name, Anschrift sowie Telefonnummer und E-Mail Adresse. Wenn Sie es für wichtig halten, können Sie Ihren Geburtsdatum und –ort sowie Ihren Familienstand benennen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Dinge wie zum Beispiel die Konfession brauchen nur erwähnt werden, wenn es für die angestrebte Stelle relevant ist.

2 Berufserfahrungen

Beginnen Sie immer mit Ihrer aktuellen Position und verfahren Sie rücklaufend chronologisch. So erhält der Personaler die wichtigsten Fakten ganz oben. Geben Sie alle bisherigen Tätigkeiten mit kurzer Positionsbeschreibung an. (Denken Sie an die Monatsangaben s.o.) Auch berufliche Erfolge, Projekte und ihre verschiedenen Verantwortungsbereiche können Sie hier wunderbar präsentieren. Wenn Sie noch nicht über Berufserfahrung verfügen, können Sie an dieser Stelle Ihre Ausbildungs- oder Studieninhalte aufführen.

3 Schulische Ausbildungen

Nennen Sie immer Ihren höchsten Bildungsabschluss Es gibt immer noch Bewerber die Ihren Grundschulaufenthalt und den Schulwechsel nach der 10.Klasse erwähnen. Dass interessiert einen Personaler jedoch nur, wenn es sich um einen Ausbildungsplatz handelt. Auf diese Angaben können Sie ansonsten getrost verzichten. Vertrauen Sie dem Motto so wenig wie möglich doch so viel wie nötig. Aber auch hier gilt es, den zuletzt erworbenen Abschluss zuerst zu benennen.

4 Weitere Qualifikationen

Hier sind jetzt alle weiteren Zusatzqualifikationen wie: IT-Kenntnisse, Sprachkenntnisse und Weiterbildungen gefragt. Hier dürfen Sie Klotzen wenn es der Wahrheit entspricht. Beherrschen Sie die englische Sprache in Wort und Schrift? Dann schreiben Sie es. Haben Sie lediglich Grundkenntnisse in gewissen Bereichen, erwähnen Sie auch das. Wenn es für die angestrebte Stelle von Nutzen ist, benennen Sie Ihre Weiterbildungen. Aber auch hier wie immer, die Aktualität im Auge behalten. Angaben über Führerscheine müssen Sie nur angeben, wenn es für die Tätigkeit sinnvoll ist.

5 Hobbys oder berufsbezogene Interessen

Wie schon eingangs erwähnt, listen Sie nur jene auf, die in Bezug mit der angestrebten Stelle stehen. Bitte hier auch nicht zu viele eingeben, es könnte der Eindruck entstehen, dass die Arbeit eine untergeordnete Rolle für Sie spielt.

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