Digitalisierung in Unternehmen

Digitalisierung in Unternehmen

20. Juni 2018 - Geschrieben von: Lena Flecke

Was bedeutet „Digitalisierung“? Der Begriff der Digitalisierung wird unterschiedlich verwendet. Zum einen kann Digitalisierung die digitale Umwandlung bzw. Durchführung oder Darstellung von Kommunikation und Informationen bedeuten, sowie die Modifikation von Geräten oder auch Fahrzeugen. Zum anderen wird der Begriff Digitalisierung verwendet, wenn man von der digitalen Wende oder von einer „Digitalen Revolution“ spricht. Diese Digitale Revolution löst einen Umbruch aus, wie zuvor auch die industrielle Revolution. Und ganz langsam kommt die Digitalisierung in Unternehmen an.

Ein digitaler Wandel

Die Veränderungen, die mit der Digitalen Revolution einhergehen, vollziehen sich in der Wirtschafts- und Arbeitswelt sowie im Privatleben mit sehr großer Geschwindigkeit. Es ist beispielsweise die Sprache von Neuen Medien (Smartphones, Tablets usw.) und von künstlicher Intelligenz – fast jeder nutzt Suchmaschinen auf dem Handy, für die Arbeit aber auch im Privaten. Und immer öfter gehören „Alexa“ oder „Google Home“ zum Haushalt, weil es einfacher ist und schneller geht, dieses kleine Gerät nach dem Wetter zu fragen, anstatt das Handy zu entsperren und die entsprechende App zu öffnen.

Was bedeutet Digitalisierung für Unternehmen?

Jedes Unternehmen kann sich unabhängig seines Sektors die Möglichkeiten zum Nutzen machen, die die Digitalisierung schafft. Technisch orientierte Unternehmen punkten durch innovative Ideen und können beispielsweise an der (Weiter-)Entwicklung von Produkten mitwirken.

Hersteller von beispielsweise Kühlschränken beginnen damit, diese zu digitalisieren, sodass sie automatisch erkennen, welche Nahrungsmittel fehlen. Automobilhersteller haben schon vor einigen Jahren E-Autos entwickelt. Aber auch im Dienstleistungssektor wird überlegt, wie die Art und Weise zu arbeiten verändert werden kann. Zum Beispiel werden im Bereich der Pflege nunmehr testweise entwickelte Roboter als „Pflegekräfte“ eingesetzt.

Unternehmen müssen aber nicht zwangsläufig Produkte und Dienstleistungen modifizieren, um am digitalen Wandel mit zu wirken. Manchmal sind es auch kleinere Veränderungen, die große Wirkung haben. Unternehmen können Möglichkeiten der digitalen Kundeninteraktion ausnutzen, indem sie „Chatfenster“ auf ihrer Webseite implementieren, über die Kunden jederzeit Fragen stellen können. Auch die Verwaltungsfunktionen im Unternehmen können optimiert werden: Lohnabrechnungen können digital statt in Papierform versendet werden. Bewerbungsprozesse können automatisiert werden, sodass Personalmanager nicht jede einzelne E-Mail an Bewerber selbst schreiben bzw. versenden müssen.

Bei der Digitalisierung in Unternehmen gibt es kaum Grenzen. Es gibt unsagbar viele Wege, „digitaler“ und damit oft auch effizienter zu arbeiten. Jedes Unternehmen muss für sich prüfen, welche Veränderungen realistisch umsetzbar sind und den Mitarbeitern und/oder Kunden einen Mehrwert bieten.

Die Wichtigkeit der IT

Eine wesentliche Rolle spielt bei dem digitalen Wandel die IT. In der heutigen Arbeitswelt braucht man oft nur noch einen Computer und einen Internetanschluss. Trotzdem gibt es bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen nur einen externen Admin, der sich um den Betrieb kümmert. Um den stetig wachsenden Anforderungen gerecht werden zu können, braucht es mehr als nur einen Administrator. Der Stellenwert der IT innerhalb eines Unternehmens muss höher werden, damit es Schritt halten kann. Denn Digitalisierung kann nur funktionieren, wenn die notwendige Technik vorhanden ist und funktioniert.

Digitalisierung ist auch Einstellungssache

Trotz der vielen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bieten kann, empfinden sie vor allem viele kleine und mittelständische Unternehmen als Bedrohung. Viele Unternehmen, aber auch Privatpersonen, nutzen Digitalisierung nicht in der Form, in der sie genutzt werden könnte. Oft ist es die Angst vor dem Unbekannten.

Eine offene, unvoreingenommene Haltung hilft dabei, den digitalen Wandel als Chance und nicht nur als Herausforderung zu sehen. Viele Unternehmen verankern „Digitalisierung“ deshalb in ihrer Strategie und schreiben sich die Umsetzung somit auf die Fahne.

Wichtig ist in der schnelllebigen digitalen Welt, nicht stehen zu bleiben, sondern immer zu überdenken, wie die eigenen Arbeitsweisen und die angebotenen Produkte bzw. Dienstleistungen verbessert werden können. Dafür sollten neben der IT-Abteilung auch alle anderen Mitarbeiter eingebunden werden, denn Digitalisierung ist nicht nur Sache der Geschäftsführung.

Die Treiber der digitalen Transformation sind oft über das ganze Unternehmen verteilt und müssen von der Geschäftsführung wahrgenommen und bestärkt werden. Diese sollte dabei vor allem eine navigierende Rolle einnehmen, eine Richtung vorgeben und vorhandenes Potenzial im Unternehmen nutzen, indem Kompetenzen in Mitarbeitern erkannt und miteinander verknüpft werden. Denn nur so können Chancen, die die Digitalisierung bietet, gesehen und ausgeschöpft werden.

 

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